Fertigungstechniken

Gesamtverantwortung in einer Hand heißt Teamarbeit

Hochwertiger Kunststoff in funktionellen Formen benötigt Kompetenz und Qualität. Autotest hat das Know-how, um passgenaue und anspruchsvolle Kunststoffprodukte mit verschiedensten Techniken zu fertigen. In enger Abstimmung mit unseren Kunden und Lieferanten entwickeln wir innovative Lösungen.

 

  • In Verbindung mit Entwicklungspartnern sind wir als etablierter System- und Bauteillieferant ihr Partner für anspruchsvolle Interieur- und Exterieur-Umfänge.
  • Wir arbeiten mit Partnern in der Lackierung und bei der Oberflächenveredelung langjährig zusammen.
  • Projektmanagement ist, neben Fertigung, Qualität und Logistik, unsere Kernkompetenz.

Produkte aus PUR – Polyurethan (Duroplast)

PUR-Formschäumen

In einem Mischkopf werden Polyol und Isocyanat vermischt und direkt in ein Werkzeug gespritzt wo das Material langsam aushärtet.
Dieses Verfahren eignet sich vorwiegend für Kleinserien, es ist in relativ kurzer Zeit und mit geringen Werkzeugkosten umsetzbar.

PUR-HS-RIM / HS-RRIM

(Polyurethan hochgeschwindigkeits Reaktionsspritzgießen mit Verstärkungsstoff)


In einem Mischkopf werden Polyol und Isocyanat vermischt. In das Polyol wird zusätzlich  ca. 38% gemahlenes Glas oder Trimin gemischt. Vom Mischkopf wird das vermischte Material mit hohem Druck in eine Form gespritzt.

Hierdurch entstehen Crashsichere und flexible Bauteile für den Exterieurbereich von Klein- und Mittelserien in der Automobilindustrie. Hierbei ist es wichtig, dass trotz hoher Elastizität die Formstabilität erhalten bleibt. Mit diesem Verfahren sind wir in der Lage Stoßfänger, Seitenschweller und Spoiler für eine qualitativ hochwertige Lackoberfläche zu fertigen.

Fünf Pressen zwischen 100 und 600 Tonnen in den Werken Lana und Eisenach.

PUR-LFI

(Lang-Faser Injektion)

In einem Mischkopf werden Polyol und Isocyanat vermischt. Direkt am Mischkopf werden Glasfäden mit einem Schneidewerk geschnitten (ca. 12mm) und ebenfalls dazu gemischt. Das vermischte Material wird direkt vom Mischkopf in eine Form gespritzt.

Durch den zusätzlichen Einsatz von Naturfasermatten und Glasfasermatten im PUR-Sprühverfahren sind großfl ächige Bauteile mit extrem hoher Stabilität für den Leichtbau herstellbar. So entstehen stabile und gewichtsoptimierte Bauteile für Türverkleidungen, Instrumententafeln und Mittelkonsolen für Premiumfahrzeuge.

Vier Pressen zwischen 180 und 250 Tonnen im Werk Eisenach.

PUR CSM/NFPU

(Komposit-Sprühverfahren)

Dasselbe Verfahren wie LFI nur mit der Möglichkeit ohne Glas zu fahren und das Material auf eine offene Form aufzusprühen. Dadurch können auch alternative Verstärkungs-materialien wie Naturfasermatten aus Flachs, Sisal oder Hanf eingesetzt werden. Das Material wird auf die Matte aufgesprüht, durchdringt diese und sorgt dadurch für Stabilität.

Zwei Pressen, 250 und 350 Tonnen im Werk-Eisenach.

PUR-GMPU/SRIM

(Struktur-Reaktionsspritzgießen)

Dasselbe Verfahren wie CSM nur dass das Material nicht aufgesprüht wird, sondern in eine geschlossene Form eingespritzt wird. In die Form wird zusätzlich eine Glasmatte eingelegt.

Eine Presse zu 100 Tonnen im Werk Eisenach.

Produkte aus diversen Thermoplasten

Spritzgießen

Eines der gängigsten Verarbeitungsverfahren von Kunststoffen ist das Spritzgussverfahren. Dabei wird der Kunststoff in Granulatform in der Maschine aufbereitet und auf die richtige Verarbeitungsmasse und -temperatur gebracht. Über die Einspritzdüse wird der Kunststoff mit Hochdruck in die Form, die die negative Abbildung des Produktes enthält, eingespritzt und so gegen die Kontur gedrückt. Eine speziell ausgelegte Kühlung festigt den Kunststoff bereits während des Arbeitsvorganges. Mit Öffnen der Form wird das Produkt ausgestoßen oder durch ein Handling entnommen.
15 Pressen zwischen 60 und 1.500 Tonnen in Franzensfeste und Eisenach.

2-Komponenten-Spritzgießen

Zwei verschiedene Thermoplaste werden (gleichzeitig oder versetzt) in eine Form eingespritzt.

Zwei Pressen zwischen 450 und 600 Tonnen im Werk Franzensfeste.

Lackieren

Lackieren

Zwei Eisenmann Lackierstraßen mit hoch moderner Anlagentechnik.

Faserverbundfertigung

Handlaminieren, Vakuuminfusion und RTM

Zur Umsetzung großflächiger Bauteile mit reduzierten Anforderungen an die Bauteiloberflächen, setzen wir Handlaminierverfahren ein. Dieses Verfahren kann zur Verbesserung der Strukturfestigkeit durch vakuumunterstützte Harzinfusion optimiert werden. Vorrangig werden diese Verfahren für Erstmuster und Funktionsmuster eingesetzt.
Zur Erzielung von hochwertigen Bauteiloberflächen kommt das RTM Verfahren zum Einsatz. Die hierfür notwendigen mehrteiligen Werkzeuge können im internen Werkzeugbau gefertigt werden.

Heißpressverfahren

Dieses Verfahren wird als ein besonders serientaugliches Verfahren zur Herstellung funktioneller SMC- sowie Prepreg- Bauteile eingesetzt. Beim Pressen kann eine sehr exakte Temperatursteuerung und ein sehr gleichmäßiger Pressdruck erzielt werden. Dabei zeichnet sich das Verfahren besonders durch eine hohe Reproduzierbarkeit und die engen Fertigungstoleranzen aus. 

Wickeln

Bei der Herstellung rotationssymetrischer Bauteile für hochbelastete Einsatzzwecke kann mittels Prepregwickeln die Ausrichtung der einzelnen Faserlagen im Verbund gezielt angepasst werden. In einem Folgeschritt werden die Bauteile in beheizbaren, geschlossenen Werkzeugen unter Innendruck ausgehärtet. 

Fügetechnik

Werden unterschiedlichste Materialien miteinander kombiniert, stellt dies auch besondere Anforderungen an die Fügetechnik.
Hierfür bieten wir unterschiedliche Fügekonzepte sowohl für artgleiche als auch hybride Materialverbindungen an.